Bergbau. Unser Erbe. Verantwortung aus Tradition. RAG Aktiengesellschaft
Bergbau. Unser Erbe. Verantwortung aus Tradition. RAG Aktiengesellschaft

Was ist Grubenwasser?

Während der Steinkohlengewinnung ist Grubenwasserhaltung unerlässlich. Versickerndes Regenwasser dringt in das Grubengebäude ein. Es wird an der tiefsten Stelle gesammelt und nach über Tage gepumpt. Im Nachbergbau besteht für eine Wasserhaltung keine betriebliche Notwendigkeit mehr. Mit dem Grubenwasserkonzept hat die RAG Aktiengesellschaft eine nachhaltige Lösung für den kontrollierten Grubenwasseranstieg vorgelegt.

Impressionen aus der Wasserhaltung Reden

Kein Bergbau ohne Grubenwasserhaltung

Grubenwasser entsteht, wenn Regenwasser im Boden versickert, entlang von Gesteinsschichten und Klüften in die Tiefe absinkt und in das Grubengebäude eindringt. Das zufließende Wasser würde die Arbeit unter Tage unmöglich machen. Daher wird es bei aktivem Bergbau an einer zentralen Stelle des Bergwerks, dem sogenannten Pumpensumpf, gesammelt und über leistungsstarke Pumpen und Rohrleitungen wieder zurück an die Tagesoberfläche gehoben. Dann wird es über Nebenflüsse oder direkt in die Saar eingeleitet.

Der Status quo im Saarland:
Fünf Grubenwasser­haltungen

An den fünf verbliebenen Wasserhaltungsstandorten im Saarland – Reden, Camphausen, Luisenthal, Viktoria und Duhamel – werden derzeit jährlich noch 18 Mio. m3 Grubenwasser gefördert. Den größten Anteil hat die Grubenwasserhaltung in Reden mit 13,9 Mio. m3.

Mit Ausnahme von Luisenthal – dort verwertet die Steag GmbH Grubengas – ist in den übrigen Wasserprovinzen der Grubenwasserspiegel seit dem Ende der Kohlegewinnung mit behördlicher Zulassung bereits um mehrere Hundert Meter angestiegen. Im Warndt ist das Grubenwasser um fast 900 Meter angestiegen; es steht derzeit bei + 100 m NN.

Wer kommt für die Kosten der Grubenwasserhaltung auf?

Die Grubenwasserhaltung gehört zu den Ewigkeitsaufgaben des Bergbaus. Die Kosten der Wasserhaltung trägt die RAG aus den Kohlebeihilfen bis zum Ende des subventionierten Steinkohlenbergbaus in Deutschland im Jahr 2018. Ab 2019 erfolgt die Finanzierung durch die RAG-Stiftung aus ihrem Vermögen, über die Verwertung von Beteiligungen sowie aus Erträgen von Kapitalanlagen.

Sollten die Stiftungsmittel zur Bewältigung der Ewigkeitsaufgaben nicht ausreichen, müssen auf der Grundlage des Erblastenvertrages das Saarland und das Land Nordrhein-Westfalen in ihren Revieren die Folgefinanzierung übernehmen. Der Bund trägt in diesem Fall ein Drittel der Kosten.

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