Bergbau. Unser Erbe. Verantwortung aus Tradition. RAG Aktiengesellschaft
Bergbau. Unser Erbe. Verantwortung aus Tradition. RAG Aktiengesellschaft

Warum wurde das Grubenwasserkonzept entwickelt?

Die sozialverträgliche Beendigung des subventionierten Steinkohlenbergbaus stellt zusammen mit den Ewigkeitsaufgaben eine große gesellschaftliche Aufgabe in den betroffenen Kohlerevieren dar. Zu den Ewigkeitsaufgaben an der Saar zählt die langfristige Optimierung der Grubenwasserhaltung. Im sogenannten Erblastenvertrag ist die RAG verpflichtet worden, der saarländischen Landesregierung hierzu ein Konzept vorzulegen.

Grubenwasserkonzept: Verpflichtung aus dem Erblastenvertrag

Eine Grubenwasserhaltung zu betreiben, ist mit hohem Aufwand verbunden. Allein die Pumpen der Wasserhaltungen an der Saar verbrauchen – wenn sie alle in Betrieb sind – den Strom von 17.000 Haushalten. Die Grubenwasserhaltungen ohne Notwendigkeit auf ewige Zeiten weiterlaufen zu lassen, wäre nicht vernünftig und gegenüber künftigen Generationen nicht zu verantworten.

Daher wurde die RAG im Erblastenvertrag, den die Kohleländer Nordrhein-Westfalen und Saarland mit der RAG-Stiftung geschlossen haben, verpflichtet, ein Konzept zur langfristigen Optimierung der Grubenwasserhaltung an der Saar vorzulegen. Der RAG ist im Erblastenvertrag auch aufgetragen worden, „jegliche Ewigkeitslasten gemäß den Grundsätzen der gesetzlichen Erforderlichkeit, der Wirtschaftlichkeit, der Sparsamkeit und der Effizienz durchzuführen“.

Die RAG hat 2014 der saarländischen Landesregierung das angeforderte Grubenwasserkonzept für die Saar vorgelegt. Es sieht vor, das Grubenwasser in zwei Phasen ansteigen zu lassen, bis es schließlich nach 2035 die Tagesoberfläche erreicht und in die Saar eingeleitet werden kann.

Keine Gefährdung von Mensch und Umwelt

Das Grubenwasserkonzept für die Saar ist von der RAG mit Unterstützung renommierter Gutachter unter der Vorgabe entwickelt worden, dass der geplante Grubenwasseranstieg keine Risiken für Mensch und Umwelt mit sich bringt. Insbesondere schließt es von vorneherein aus, dass es durch den Grubenwasseranstieg zu einer Gefährdung des Trinkwassers kommen darf. Dennoch muss das Grubenwasserkonzept zunächst von den Bergbehörden geprüft und genehmigt werden, bevor es von der RAG technisch umgesetzt werden kann.

Umweltverträglichkeitsprüfung und Öffentlichkeitsbeteiligung

Es ist vorgesehen, in einem Planfeststellungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung und Öffentlichkeitsbeteiligung alle möglichen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu untersuchen. Nur wenn die Umweltverträglichkeit nachgewiesen wird, kann das Grubenwasserkonzept über ein bergrechtliches Abschlussbetriebsverfahren zugelassen werden.

Nachhaltige Lösung einer Ewigkeitsaufgabe

Das Konzept zur langfristigen Optimierung der Grubenwasserhaltung an der Saar erfüllt die Anforderungen der Nachhaltigkeit. Es führt alle wichtigen ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekte zusammen und berücksichtigt sie. Dazu zählen Energieeinsparung und Umweltentlastung, Kosteneinsparung, Transparenz, Dialog und Bürgerbeteiligung.

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